Life

Heute sind es 4 Wochen Post-OP, das heißt etwa 30 Tage nach meiner Brustvergrößerung. Jeden Morgen wache ich auf und überprüfe (mit einem leicht panischen Handgriff), ob noch alles da ist. ☺

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es getan habe. Nicht, weil es sich komisch anfühlt oder 2 Fremdkörper in mir stecken, sondern weil ich mich jeden Tag auf´s Neue freue. Ich bereue keine einzige Sekunde, auch nicht die Kosten (die vielleicht höher ausgefallen sind, als bei anderen Chirurgen, aber dazu später mehr). Selbst die Narben machen mir nichts aus… Ich liebe sie seit dem ersten Tag und mich selbst damit ein bisschen mehr.

 

Welche Operationstechnik hat sie nun? Und wer war der Arzt?

Dr. Markus Handle l Janine heinrichs

Oki doki, nun zu ein paar Hard Facts zu meiner OP Technik und warum (um Himmels Willen) ich jetzt schon wieder mit ein bissi Kickbacks und Planks anfangen kann zu trainieren …

Wie schon erwähnt, habe ich keine übliche Brustvergrößerung (Implantat unter bzw. zwischen Muskel), welche tatsächlich noch die verbreitetste Technik ist, nein, ich habe eine Implantat + Eigenfett Camouflage, auf dem Muskel gewählt. Die Platzierung auf dem Brustmuskel hat übrigens nicht die Folge, dass das Resultat unnatürlicher aussieht, als darunter. Das musste ich auch erst mal verstehen. Laut Doktor Google und sämtliche andere Chirurgen, die auf ihren Websites für die „unter dem Muskel-Methode“ plädieren, käme eigentlich nichts anderes in Frage …

Jetzt mal etwas detaillierter

Ich wurde von Dr. Markus Handle, aus dem The Face Institut operiert. Er hat in Brasilien, der USA , Österreich und der Schweiz gearbeitet und vor einigen Jahren in Tirol und nun auch in Wien seine Ordination eröffnet. Zum Glück! Diese Brustvergrößerungstechnik stammt aus Brasilien und wird in Österreich – meines Wissens nach – von nur sehr wenigen Chirurgen durchgeführt. Dabei wird Eigenfett verwendet, um das Implantat im Dekolleté Bereich zu ummanteln. Das hat folgende Vorteile:

  • weniger Schmerzen als unter dem Brustmuskel (ich habe keine Schmerzmittel genommen)
  • kürzere Ausfallzeiten (ich hab einige Tage später schon wieder gearbeitet, das ist allerdings kein Maßstab und von mir aus sehr fahrlässig gewesen 🙁 )
  • geringeres Kapselbildungsrisiko (durch Polyurethan-Beschichtung und einer der modernsten Implantate weltweit)
  • optisch und haptisch sehr nah an einer natürlichen Brust
  • keine Beschädigung des Brustmuskels (Bewegungsradius und Kraft vom Brustmuskel bleibt erhalten)
  • dezente Narben, aufgrund spezieller Einlegetechnik

Last but maybe most important: Für schlanke Frauen, oder Frauen, die sehr wenig Brust von Natur aus haben, die ideale Technik einen weichen Übergang im Dekolleté zu schaffen.

Vor der OP:

Sind sämtliche ärztliche Untersuchungen notwendig, wie Ultraschall, Narkosetauglichkeit und großes Blutbild. Natürlich werden auch ausgiebig Implantatsgrößen getestet (3D Simulationen anhand Messungen erstellt und besprochen) und alle möglichen Fragen zur OP, und der Zeit danach, beantwortet. Die Anästhesistin hat mich ein paar Tage vorher angerufen und wir sind ausführlich den Narkosebogen durchgegangen – Hinweis: 3 Tage davor darf man keinen Alkohol trinken, damit das Blut nicht zu dünnflüssig ist und man gut erholt ist.

Ein Tag vorher wurde ich von der Ordination angerufen und man hat sich erkundigt, ob es mir gut geht und ich mich gesund fühle – Find ich super, denn sollte ich kränkeln, ist eine OP selbstverständlich sehr  belastend und damit der Heilungsprozess nicht optimal.

Ich bin echt kein Schisser!

Bis zum Abend vor der OP stand ich dem ganzen ziemlich cool gegenüber und hatte kaum Zeit Aufregung und Angst zu entwickeln. Aber 12 Stunden vorher, wenn du ab 21 Uhr nüchtern bleiben musst, hab ich mir das erste Mal gedacht: „Ok, Janine, es ist soweit, Morgen um diese Zeit bist du um 1 Körbchengröße „schwerer“.  Was ist, wenn ich nicht mehr aufwache? Was ist, wenn mein Körper sich wehrt, ich höllische Schmerzen habe und ich sie wieder rausoperieren lassen muss? Voll traurig ..☹ Was ist, wenn es richtig furchtbar aussieht und ich plötzlich wie Pami daher stolziere??“

Manche Gedanken sind natürlich begründet, manche sind einfach Hirngespinst. Wichtig: Nicht alleine sein und viel reden. Da kann man rational schon mal Einiges ausschließen. Glücklicherweise hat meine Freundin Vanessa bei mir übernachtet und meine Gefühlsausbrüche ausgehalten sowie mich bestens mental vorbereitet.

Vertrauen in sein näheres Umfeld ist alles.

Am Morgen der OP:

Ich bin also um 06:00 Uhr in die Praxis gebust (mein Wort, wenn man mit dem Bus fährt). Alle (Anästhesistin, OP Schwestern und natürlich Dr. Handle) waren schon in vollen OP-Vorbereitungen. Ich wurde ausgiebig angemalt, also wo die Schnitte sein werden usw. und bekam Stützstrümpfe angezogen – nice kenn das nur andersrum :-). Den kurzen Moment hab ich genutzt um nochmal zu erklären, wie ich gerne die Brüste hätte und, ganz wichtig, was mir überhaupt nicht gefallen würde. Dr. Handle hat mir sehr emphatisch zugehört und mir versichert, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Dem konnte ich letztlich nichts mehr hinzufügen, denn eigentlich wollte ich eh nur hören, dass alles gut gehen wird.

So, ich war angekritzelt, hatte sexy weiße Stützstrümpfe an

…Und war ready, mental und körperlich. Lustigerweise wollte ich dann auch so schnell wie möglich operiert werden.

Was in dem OP Saal abgegangen ist, kann ich leider nicht wiedergeben. Ich weiß nur noch, dass ich auf einer warmen Liege gelegen bin und ich bunt erzählt habe, dass ich mir ja neue BH´s kaufen muss, denn mir wird bestimmt keiner mehr passen. Juhuuu!! Ich war gerade dabei zu erzählen, welche Farben und Formen ich mir zulegen werde, da wurde auch schon alles herrlich warm, weich und schwer und ich bin friedlich eingeschlummmmmmmert. Hoffentlich hab ich nicht gesabbert.

Man kann nicht genügend Vorher-Nachher Bilder machen

Ja, ich habe Vorher-Nachher Bilder gemacht, aber jetzt, nach der OP, wünschte ich, ich hätte ein paar mehr gemacht ☺ Aus allen Richtungen und Blickwinkeln, mit verschiedenen Bikinis/ BH´s und Positionen. Zu spät. Bye Bye Baby Boobs… 

Nach der OP:

Ich bin aufgewacht und habe (angeblich, ich weiß es auch nicht mehr) gleich da weiter erzählt, wo ich aufgehört habe, außerdem hab ich von Pony´s und BH´s geträumt und war fast ein bisschen sauer, dass ich nicht länger schlafen durfte.

Ich wurde gebeten, dass ich aufstehen soll und ins Aufwachzimmer gehen soll- aber jetzt haltet Euch fest: In GROSSEN Schritten. Für mich Fitnessfreak hieß das ganz klar:  SCHÖNE AUSFALLSCHRITTE und ich hab angeblich diskutiert, warum ich keine Ausfallschritte machen sollte, obwohl ich die ja fast täglich mache (welche Empörung!). Als ich die ersten Schritte getan habe, wusste ich auch warum das keine gute Idee von mir gewesen war. Ich wollte wirklich große Schritte machen, aber es ging nicht und ich hab mich gleich lauthals beschwert, warum man mir denn bloß die Adduktoren entfernt hatte!!!

Ich hatte den schlimmsten, nein, aller-allerschlimmsten Muskelkater in den Beinen, den ich je verzeichnet hatte. Das kam, fand ich schnell raus, von der Fettabsaugung. Meine armen Brüste hab ich eigentlich erst etwas später als zwei riesen steinharte Hügel wahrgenommen (war eher beschäftigt, ob wirklich noch alle Adduktoren da waren). Schmerzen hatte ich keine, nur die Haut hat wahnsinnig gespannt und ich war halt noch benebelt von der OP und nur sehr bedingt aufnahmefähig.

Ca. 2 Stunden nach der Operation später bin ich mit Busen-Freundin Vanessa (hahah sorry das musste sein) nach Hause gebust.

Kleinigkeiten und vielleicht wichtige Fragen:

  • Nein, ich habe keine Schmerzmittel genommen, manche Morning-after-Kater sind schlimmer
  • Beine taten mehr weh als der Busen (sahen aus als wäre ein Auto drüber gefahren, lila und blau später grün und gelb)
  • Ja, man kann problemlos alleine auf´s WC
  • Nein, duschen ohne Hilfe geht nicht (allein fürs Ausziehen, braucht frau auch 2 Wochen später noch etwas Assistenz)
  • Elektrische Zahnbürste ist ein Traum
  • 1 Tag nicht duschen, danach kein Thema (erträglich)
  • Stütz-BH ca. 2 Wochen Tag und Nacht tragen (mhmm muss halt sein)
  • Nach 2 Wochen nur noch nachts (welche Wohltat!)
  • 2 Wochen Rückenschlafen (man gewöhnt sich schnell daran, geht auch gar nicht seitlich oder ähnliches, denn es tut weh)
  • Greif-und Erschütterungsempfindlich (Bus fahren, schnell gehen, versehentliches Anstoßen sind bis heute noch unangenehm)
  • Fäden ziehen nach 2 Wochen
  • Ja, meine Fett-Problemzonen sind jetzt zum kleinen Teil im Busen (praktisch)

 

Ich habe sie ab dem ersten Moment geliebt.

Janine Heinrichs l look good naked l auf dem brustmuskel

Sie waren geschwollen, taten etwas weh, ich hatte Schlafmangel wegen Rückenlage-schlafen und waren in der Form und Größe eigentlich nicht mein Wunschbusen, aber das war mir egal. Ich hab sie geliebt, trotz blauer Flecken, Pflaster und Tape, fand ich sie wundervoll!

Am Ende des Tages geht es immer um ein Gefühl. Mir war bewusst, dass es dauern würde, bis sie die endgültige Form bekämen. Aber ich hatte viel Vertrauen in Dr. Handles Werk und, dass das Endergebnis mir gefallen wird, sodass ich sie ab der ersten Sekunde bedingungslos geliebt habe.  Und das ist, glaub ich, ganz wichtig. Positiv denken beeinflusst  in gewisser Weise Körper und Seele. Außerdem habe ich mir das ja selber angetan, ich stand also 100% dahinter.

Ab der 2. Woche ging die Schwellung und Härte jeden Tag ein bisschen mehr zurück und die endgültige Form kommt langsam durch. 

Ja, und welche Größe hat sie nun?

Da ich Dr. Handle die Größenwahl überlassen habe, wusste ich nur den Rahmen in dem wir uns bewegen würden. Eigentlich wollte ich es auch nicht zu 100% wissen, damit ich mich nicht irgendwann ärgere, dass ich nicht größer/kleiner gegangen bin. Doch dann hab ich es ausversehen erfahren (hab so getan als würde ich im Aufwachraum schlafen haha… selber schuld) es sind 225ml.  

Aber: Dazu kommt noch das Eigenfett, welches allerdings nur zu +/- 70% anwächst, daher kann man es nicht sagen. PLUS: Bei jeder Frau sehen 225ml auch anders aus, Ausgangsform und eigenes Brustvolumen beeinflussen recht viel.

 

Ich kann euch eines von Brust zur Brust sagen

Frau und Mann gewöhnen sich ziemlich schnell an die neue Körbchengröße. Ich würde jeder raten, die Größe nicht zu konservativ zu wählen ☺ Wirklich!

Und wie sehen die Narben aus?

Die Narben sind deutlich kleiner als gedacht, ich dachte man säbelt die halbe Brust auf, und dann im Dracula-Kreuzstich zu. Tatsächlich hab ich seitlich einen 40 mm langen Schnitt, der bitte, bitte hoffentlich gut verheilt und wenig sichtbar bleibt. Derweil ist der Heilungsprozess bei beiden Narben etwas unterschiedlich verlaufen, was aber angeblich ganz normal ist … Oben ohne am Strand, wird dennoch wahrscheinlich nicht ganz unerkannt gehen, aber das mache ich nicht zu meinem Problem ☺ ganz einfach.


Wichtig!

Ich hoffe ich konnte einigen Frauen mit diesem, doch recht persönlichen Beitrag, ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Sei es zur Vorbereitung, OP-Techniken oder die etwas unangenehmen Tage danach. Meine Erfahrung ist absolut kein Maßstab und sollte nicht für die Allgemeinheit gelten. Eine Brust-OP bleibt ein Risiko und ein Eingriff, körperlich und mental. Sie ersetzt keine Therapie in psychischen Störungen oder Bereichen wie schwerwiegende Minderwertigkeitskomplexen, Depressionen usw. Es ist keine Entscheidung, die man einfach über Nacht trifft und wenn es einem nicht gefällt, wieder rückgängig gemacht werden kann. Sie bedarf einiger aufwendiger Vorbereitungen, sei es das Sparen für die OP-Kosten.

Bei Fragen oder für Feedback einfach kommentieren oder mich persönlich kontaktieren! Ich freue mich über Reaktionen.

Viele Grüße von den Mamacitas,

Eure Janine

„Ich muss dir was sagen… ich plane eine Brustvergrößerung.“

Diese Worte habe ich vor ein paar Wochen das erste Mal unter Freunden und Familie ausgesprochen. Das war nicht einfach. Auch dieser Blogeintrag fällt mir nicht leicht, die Reaktion ist sicherlich genauso gemischt wie die meiner engsten Freunde.

„Warum tut sie das – auch noch öffentlich? Hat sie keine Privatsphäre?!“ – Ganz einfach: Ich werde es nicht verstecken können UND ich denke, dass das Thema Brustvergrößerung in den meisten Köpfen noch viel Erklärungsbedarf hat. Es herrschen viele kontroverse Meinungen und oftmals ein schlechtes Bild darüber. Klar, „gut gemachte Brüste“ bekommen halt weniger mediale Aufmerksamkeit. Dabei kann ein Eingriff eine deutliche Verbesserung der Ästhetik darstellen. Wer beim richtigen Arzt ist hat die Chance, das Ergebnis so natürlich zu gestalten, dass es fremden Personen erst gar nicht auffällt.

Klarstellung: Es ist für mich absolut ok, wenn jemand auf ein pralles Dekolleté abfährt (egal ob Männlein oder Weiblein), aber wer sich einen natürlich-aussehenden, weichen, aber trotzdem volleren Busen wünscht, hat es durchaus schwerer. Vorgegebene Brustform, Arztwahl, Implantatswahl und Operationstechniken spielen eine riesige Rolle. Wenn eins für mich klar war, dann dass ich bei diesem Eingriff, bei diesen Kosten und dieser Veränderung, keine schlechten Kompromisse eingehen will.

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„Vielleicht bin ich ja irroperabel (mein Wort für nicht operierbar), dann wäre die Sache gegessen“

 Noch bevor ich mich zu diesen Worten bekannt habe, habe ich vor ca. einem Jahr ein Vorgespräch mit einem Arzt gehabt. Ich wollte mich einfach nur mal so der Illusion hingeben… vielleicht, wer weiß, wäre es ja unmöglich gewesen mich zu operieren. Oder vielleicht hätte er mir gesagt, dass ich mein „Wunschbusen“ eh nie erreichen würde. Dann wäre das ok gewesen, dann hätte ich für ein und alle mal für mich abgeschlossen, dass es möglich sei den Busen zu haben den ich mir für mich wünsche. Glücklicherweise war das nicht der Fall: Ich bin operabel. Hurrrraa!

„Wart´s ab, wenn du 20 bist, dann wächst der Busen erst richtig“

Ich bin ganz ehrlich. Seit dem ich 16 bin, hab ich mir vorgenommen, dass wenn mir meine Brüste mit Mitte 20 nicht gefallen, ich nachhelfen werde. Sturkopf eben… Mit ca. 14 Jahren, als es damals mit dem „wachsen“ anfing, hieß es, ich bekomme ein Busen wie Oma oder meine Mutter, ich brauch nur warten bis ich älter bin. Super, ich muss nur warten. Ich wartete…mit 16 Jahren hieß es, wenn ich 20 bin, mit 20 Jahren, wenn ich 25 bin und dann wurde die Grenze des „Brustwachstums“ auf das Gewicht bezogen, also mit 50 KG geht’s dann richtig los, später dann mit 55 KG, weil- eh klar, mit Untergewicht wächst die Brust einfach nicht… blablabla Nein. NOT. Fail.

An alle, die mir Hoffnung machen wollten: Das war sehr lieb von Euch… Aber ich warte jetzt nicht auch noch bis zu meiner ersten Schwangerschaft. Ich bin nicht dafür vorgesehen, einen vollen Busen zu haben, da helfen keine 2 KG mehr, sondern vielleicht 10KG, aber das ist für mich eben keine Option. Eine Brustvergrößerung ist in meinem Falle zeitlos, es gäbe nie den perfekten Moment.

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„Wir sind unsere eigenen größten Kritiker, aber wir sollten auch unsere stärksten Supporter sein“.

Wenn ich einen schönen Bikini anziehe oder ein Kleid, sogar nur einen Pulli, dann ist das Erste was ich denke: Fülle ich es oben rum aus, fällt der Stoff auch gut? Kann ich es tragen?

Wer jetzt denkt, dass das überhaupt nicht an mir auffällt, dem muss ich die bittere Wahrheit sagen: Ich trage natürlich nur die ausgewählte Kleidung, wo es einigermaßen geht. Ich hab jetzt 54KG Bodyweight und ein Körperfett von ca. 18%, ich plane in etwa so zu bleiben. Ich hab in den letzten Jahren 7 KG Muskelmasse aufgebaut, das sind 8% meiner damaligen Körpermasse und nach dem ich viel Arbeit in meine Gesundheit und Körper stecke, möchte ich den letzten und vielleicht größten Schritt in meiner Entwicklung tun: Eine Brustvergrößerung.

Ja, ich bin in dieser Hinsicht perfektionistisch – sehr sogar, und dass ohne schlechtes Gewissen. Aber sind wir das nicht alle? Wollen wir nicht alle das Beste aus uns machen? Eitel zu sein und sich wohlfühlen zu wollen sind wichtige Energien, die uns täglich antreiben und uns zu Fortschritt ankurbeln.

Ich weiß, dass mir manche Menschen vorwerfen werden, dass ich dankbar sein soll leben zu dürfen, gesund zu sein und dass ich das nicht nötig hätte, ich mein Geld für Wichtigeres ausgeben könnte.

Mal ehrlich: Jeden Tag Make-Up, 1x die Woche Nägel, alle 3 Monate zum Frisör. Jeder hat seine persönlichen Beauty-Rituale um sich wohler zu fühlen. Das ist ok, ich finde es sogar gut. Wir sehen doch alle gerne schöne Menschen 🙂 Schön ist, wer sich schön fühlt. Vor allem die Ausstrahlung beeinflusst viel.

„Die Entscheidung für sich im Kopf zu leben hilft“

Nach ca. einem Jahr, vielen Rückfragen und Höhen & Tiefen in meiner Entscheidungsfindung (das Wichtigste natürlich: welche Implantatsform- & Größe nehme ich?), hab ich den nächsten freie OP-Termin für mich gebucht. Davor habe ich aber etwa einen Monat lang die Entscheidung für eine OP quasi für mich selbst getroffen und damit mal „Probe gelebt“.

Ich hab mir immer vorgestellt, wie es wäre und in mich hinein gehorcht, wie es mir damit geht und wie ich damit in der Öffentlichkeit umgehen würde… Das mache ich übrigens bei allen größen Investitionen… (Materiellen Sachen versteht sich. Bei Andreas Buchalla war dieser Instinkt ausgeschaltet :-)) Ich hab davon geträumt und viel mit Freunden gesprochen, sehr viel sogar. Ich hab mir viele Ergebnisse angeschaut, unglaublich viele – schlechte und gute. Und dann wusste ich es einfach, dass ich es will. 🙂

„Ich weiß was ich nicht will, weil ich nicht wusste, was möglich ist“ oder anders gesagt: „Ohne guten Arzt, kein gutes Ergebnis“

Zugegeben, ich hab auch einen ausgezeichneten Plastischen Chirurgen an meiner Brust (oder Seite, wie auch immer). Ich habe ihm so weit vertraut, dass ich ihm sogar die Wahl der Implantatsgröße überlassen habe. Er hat mir nicht nur viel zu gehört und meinen Schwall an Bildern analysiert (übrigens überwiegend von Brüsten, die ich für mich nicht passend finde) Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz war, es hat mir aber geholfen. Er hat außerdem sehr hohe Kompetenz und Einfühlungsvermögen und beherrscht Brustvergrößerungs-Techniken, die gerade für schlanke Frauen bedeutend sind. Hätte er meinen Wunsch mit seiner Methode abgelehnt, wäre für mich damit auch mein Traum ins Wasser gefallen.

Der OP-Termin war bereits vor 2 Wochen. Die nächsten Tage kommt ein weiteres Update zu der Operation und wie es mir heute geht 🙂

Ich grüße ganz lieb alle Brüste draußen, klein und groß, rund und Tropfenförmig (auch haarige Männerbrüste).

Janine

I ch habe Dezember 2016 mit dem Wohlfühlgewicht von +/- 51KG gestartet und wollte bis Ende März 2017 auf etwa 54/55KG. Schwierigkeitsfaktor: am liebsten mit dem gleichen Bodyfat von 17%, da ich mich damit ziemlich wohl fühle.
Wer den eigenen Sixpack durch sein Shirt sieht und sich freut, dass man die Muskelansätze am Oberschenkel sieht, wird das nicht so gerne gegen eine zarte Speckschicht hergeben wollen. Sind wir mal ehrlich, ganz ganz ehrlich. Aber ich wollte etwas zunehmen, speziell am Unterkörper, da dort noch viel Ausweitungs-„Po“tenzial ist.

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Auch als Coach braucht man hin und wieder einen Coach.

Auf der Verlobungsfeier eines sehr gut befreundeten Paares kam ich mit Hansi MFS ins Gespräch. Seit dem ist Hansi der treue Ernährungscoach an meiner Seite. Ich fühle mich ihm gegenüber sehr verpflichtet, kann und würde ihn nicht anflunkern und es fühlt sich anders an, wenn ich ihm kleine böse Dinge gestehen muss (als mir selbst, versteht sich) :-). Ich hab jmd. dem ich verzweifelnde Nachrichten schicken kann und der sich wiederum um 6:30 Uhr morgens mit mir freut. (Sorry Hansi, du hast nie gesagt, dass es bestimmte Sprechzeiten gibt :-)) Es ist gut, die andere Partei mal sein zu dürfen. Jetzt weiß ich die heimlichen Tricks der gecoachten Seite und kann mich noch mehr in die Lage meiner eigenen Kunden reinversetzen.

Der Plan ist, 4 KG auf 17 Wochen zu verteilen, also pro Woche geplante 230Gramm Körpermasse raufzubekommen. Eigentlich klingt das ganz einfach und viele werden jetzt denken – „ess doch einfach mehr, dann geht’s von alleine“. Aber so einfach ist es eben nicht, wenn man „kontrolliert Muskelmasse zunehmen“ will.

„Kontrolliert zunehmen“, oh je… bin ich jetzt ein deutscher Kalorien-Kontrollfreak?

Nein, aber ich will die wenigen Dinge, die ich beeinflussen kann, mir auch zu Nutzen machen. Zumal ich auch wissen will, wann mein Körper tatsächlich auf „too much is too much“ reagiert.

Er kapitulierte schließlich nach 1 Woche 3400kcal.

Ich esse nun seit 2 Wochen täglich etwa 3400kcal, (davor ist mit weniger Nahrung nicht viel passiert) das sind etwa 10-15% Kalorien im Überschuss und seitdem klappt das Zunehmen auch gut. Wie ich das schaffe wollt ihr gar nicht genau wissen. Ein kleiner Tipp für diejenigen, die es dennoch interessiert: Frucht-Buttermilch, Säfte und Chips haben mich am Ende des Tages hin und wieder gerettet, nachdem ich schon Food-Pregnancy-ähnlich-in-Woche-30, aufgeben wollte. Aber es klappt; mein Körper kapituliert endlich vor den Mengen an Kalorien die ich ihm zuführe und baut langsam aber stetig auf. Hunger hab ich in der Zeit natürlich nicht gehabt, mein Magen + Verdauungstrackt sind durchgehend am arbeiten.

Aufbau findet auch im Kopf statt.

Es gibt 2 große Parteien in mir, die an der Zunahme von Körpergewicht mitzureden haben. Ich muss darauf achten, dass diese beiden die „Massephas“e auch weiterhin freudig unterstützend mitmachen – und ich bin mir sicher, gerade vielen Frauen wird es hier ähnlich gehen.

  1. Der Körper
  2. Der Kopf

Der Körper muss sich auch an die Zunahme der Mehrmasse gewöhnen. Geschieht dies zu schnell, können Hautrisse oder Dehnungsstreifen usw. entstehen. Wenn die einmal da sind kriegt man sie nicht mehr  zu 100% weg. (Auch wenn viele männliche Vertreter das als Beweis des rapiden Muskelhyperthrophie sehen, auf Damen Oberschenkeln sorgt das nicht für Staunen und brüderliche Beglückwünschung)

Außerdem bedeutet die Zunahme der Masse auch, dass Frau wirklich schwerer ist. Ich schaffe z.B. statt 10 Klimmzüge mit 50 KG nur noch 5 mit meinen jetzigen 54 KG. Was für ein Ballast 4 Kilo doch sind!!!

Hand auf den Po, was sind schon 4-5KG von denen ich da spreche?

Eine Menge, nämlich genau 8% auf die Gesamtmasse (50KG Startgewicht) gerechnet. Rechnen wir mal 8% Gewichtstzunahme auf einen 80KG schweren Mann, dann wären das etwa 6,4KG. DAS sieht schon anders aus…mhm??

Neben dem Körper, spielt aber auch der Kopf eine große, wenn nicht sogar die größte Rolle, in dieser ganzen Geschichte. Er muss mit den Gewichts-Zunahmen zurecht und auch hinterher kommen und das am liebsten lächelnd und mit Freude.

Ich hatte noch nie im Leben 54KG, 2014 war ich noch zarte 46KG leicht (tja, Joggen und Äpfel) und dachte niemals daran absichtlich zuzunehmen. Bis ich Krafttraining gemacht habe und von Size Zero endlich Po und eine definierte Figur bekam. Eben durch zunehmen und den richtigen Sport. Das ist gar nicht so leicht, zumal ich mich in ein Gewichts-Terrain begebe, wo ich noch nie war. Für uns Damen ist es oftmals schwer vorzustellen, dass mehr Gewicht vielleicht besser aussehen kann. Auch wenn wir andere Frauen sehen, vielleicht sogar unser Bodygoal, welche offensichtlich mehr auf den Rippen hat, können wir uns das schwer ausmalen, wie „etwas mehr“ an uns aussehen wird. Ebenso bei mir.

Bye Bye Skinnytype… die H&M Kids Abteilung hat jetzt nichts mehr für mich anzubieten.

Janine Heinrichs sitzend

Wir Frauen sind oftmals unsere eigenen größten Kritiker.

Irgendwie freut es mich, dass es klappt – aber dann und wann fange ich heimlich an die 4KG + zu suchen… das heißt nicht, dass ich nicht zunehmen will, sondern ich frage mich einfach wo es hingeht und ob es da hingeht, wo ich will… Deshalb soll es auch langsam gehen und nicht explosionsartig. Trotzdem, jede Hautfalte, jedes weichere Fleisch wird akribisch abgetastet, gezwickt und gemessen. Hand hoch bitte, wer das nicht tut! Natürlich fallen nicht jeder anderen Person diese KG mehr sofort auf, aber mir natürlich schon, irgendwie… Ich weiß jetzt besser, wo meine schlafenden Fettdepots liegen und wo ich im Falle einer weiteren unkontrollierten Zunahme, meine „Problemzonen“ bekommen würde.

Aber es gibt zu viele Faktoren, die sich nicht berechnen lassen, weshalb man nie genau so viele Kalorien zusichführen lassen, dass es nur für den reinen Muskelaufbau reichen würde. Jeder Tag ist anders, mal bewege ich mich mehr, mal weniger, so ganz 100% lässt sich das wahrscheinlich nur mit diesen Armbändern, die die Aktivität messen, nachvollziehen. Wahrscheinlich vertue ich mich beim tracken auch um einige kcal (koche ehrlich gesagt nicht jeden Tag). Aber so ganz ohne ein bisschen Fettaufbau klappt es eben nicht. Das muss ich einsehen, auch wenn ich es gerne als reinen Muskelaufbau gesehen hätte. Am Ende werden die verbrauchten Kalorien mit den zugeführten abgerechnet – ist es mehr, so wird das Plus freundlicherweise gespart – als Fett eben. Danke lieber Körper.

Es ist ok, vorübergehend etwas weicher zu sein.

Sollte ich die 55KG erreicht haben (noch ein kleines bisschen, Hurra) werde ich einen Minicut machen. Höchstwahrscheinlich pendelt sich dann mein neues Wohlfühlgewicht um die 53 ein, wieder mit einem BodyFat Gehalt von 17% – hoffentlich, mal schauen.

Fazit: Aber das Durchhalten wird belohnt und mein Umfeld reagiert durchweg positiv, das freut mich sehr. Ich komme Schritt für Schritt meinem Bodygoal näher. Zunehmen ist nicht so einfach wie man denkt und vor allem in Frauen-Köpfen muss man viele Schalter erst mal finden (im Dunkeln) und sich dann auch trauen diese um zu legen. Was ich besonders wichtig in diesem Zusammenhang finde, ist, dass man ein Gewicht/Figur entwickelt, welche vor allem frau das ganze Jahr halten kann und welche die Gesundheit fördert und nicht fordert!

PS.: Dass es Vorteile hat, Muskeln aufzubauen bespreche ich gerne mal in einem anderen Beitrag :-).