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OK, ich gebs zu – ich bin völlig durchgeknallt. Aber ich hab echt viel Spaß im Leben und könnte mir nicht vorstellen, dass es anders wäre.

Wie auch an diesem einen Tag, als mich mein Kumpel Alex, (welcher mich auch im Januar zwingt mit ihm in der Donau schwimmen zu gehen) einfach bei einem X-Cross Triathlon angemeldet hat. Jaja, das pack ich schon, dacht ich mir. Erst mal abwarten und die Lage vor Ort checken.

 

DIE VORBEREITUNG

  • Wochen vorher hab ich mein gewöhnliches Training (Krafttrainig = Kniebeugen und bisschen Klimmzüge und Hip Thrust) wie immer durchgezogen – . – Das war mein Training 🙂 Irgendwie muss das bestimmt helfen dachte ich, zumindest wollte ich ausschließen, dass ich aufgrund von Muskelversagen in den Beinen aufgeben muss, klingt logisch oder? 
  • Bestellung Triathlon-Einteiler bei Amazon check.
  • Nagut, ich hab eine Woche versucht keinen Alkohol zu trinken (am Tag davor ist mir leider im On Market bei meinem Lieblingskeller Semih dann ein Drink in die Hände gekommen, der leider Alkohol hatte (hab ich aber kaum gespürt)).
  • Ja und zu meiner Vorbereitung gehörte auch, dass ich am Tag vorher einmal quer durch die Donau geschwommen bin. Puhhh das war anstrengend. Shit…
  • Rosinenbrötchen auf der Hinfahrt essen – check

–> Nervös war ich schon, keine Frage und als ich dann an dem Veranstaltungsort nach Podersdorf ankam, drehte mein Körper + Kopf völlig durch.

 

DIE ANDEREN

Haha, no not funny. Als ich die ganzen krassen Räder von den Mitläufern gesehen habe, 21 Gänge und mehr, stylisch, leicht, massiv, brutal, wendig- fühlte ich mich garnicht mehr so tip top in Form und meine Oberschenkel waren weich wie reife Mangos. 

Diese Räder! Bis aufs nötigste reduziert und abmontiert was möglich ist. Ich hab an diesem Morgen noch mein Gepäckträger von meinem Stadtrad gebastelt, hab aber bei den Schutzblechen aufgegeben, denn es hatte eine Narbenschaltung. 7 Gänge, Leute ich kommeeee… Das war mein Fahrrad: 

Dann überall die 2 Paar Schuhe vor ihren Plätzen, den Taucheranzug und und und (oh Gott und ich hab vor in einem einzigen Einteiler ALLES zu machen- viel Spass)

 

DIE STRECKE

Wir mussten 750m durch den Neusiedlersee schwimmen, der war 16° – also wunderbar erfrischend für erhitzte Gemüter und auch zu meinem Glück nur Brusthoch, ich konnte also Laufsprung-Schwimmen machen, eine einzigartige Technik die ich innerhalb der ersten Meter im Wasser entwickelt habe und bis zum Ende durchgezogen habe. Zwischendrin gab es Hindernisse im Wasser die man bewältigen muss. Wer hat mich eigentlich so wirkungsvoll auf die Schwimminsel raufgehoben? Das war super- DANKE 🙂

 

Pitschnass in die Schuhe, Helm auf, aus der Wechselzone rennen und rauf aufs Rad. Ich bin durchgehend im höchstenGang (7.) gefahren und war damit eigentlich auch schon an meiner Leistungsgrenze (das Rad auch). Ich hab geflucht und mein Stadtrad hat geklappert und gescheppert, wenn ich durch Schlaglöcher ohne Federung und Reifengripp geprescht bin. Die 10 Strohballen, die man überqueren musste, fand ich recht abwechslungsreich, da mir die 17km doch echt lang vorkamen. Irgendwann hab ich erfahren dass ich 5. war, nachdem mich gerade eine 1.! Frau (Männer hab ich nicht gezählt) überholt hatte. Das war mein Startschuss den ich mir gesetzt habe, ab diesem Zeitpunkt endlich Gas zu geben.

 

DER WECHSEL

In der Wechselzone hab ich so schnell es ging das Fahrrad abgestellt und bin losgerannt. Lange konnte ich das Tempo nicht halten aber zumindest konnte ich eine Dame überholen. Gejoggt bin ich ewig nimmer, also bestimmt 3 Jahre nicht – aber trotzdem hab ich super schnell meinen alten Laufstil wiedergefunden und mich auf meine Atmung, nämlich durch Nase und Mund gleichzeitig, konzentriert. Ich glaub ich war bei dem ersten 3. der Strecke als ich von hinten eine Dampflock hörte, welche sich mit rasanten Tempo näherte… Unmöglich dachte ich, aber es war echt eine Gazelle im Frauenkörper, die an mir vorbeirannte. Keine Chance – die seh ich erst wieder aus der Nähe wenn ich keuchend im Ziel ankomme. Egal, Weiterrennen. Gut, dann werd ich eben 5. und konzentriere mich auf die Hindernisse.

Diese haben mir dann glaub ich einen Vorteil eingebaut, denn viel Beinmuskulatur hilft bei Sprüngen und Krafteinsatz über hIndernisse hinweg zu kommen und somit schaffte ich es auf Platz 4 vorzurennen.

Alex, mein Kumpel, der übrigens 2. an diesem Tag wurde (Hurraaaa) ist mir dann auf den letzten 800m entgegen gekommen und brüllte mich plötzlich von der Seite an, ich solle mich gefälligst anstrengen und Gas geben ich hätte Chance auf den 3. Platz. Jetzt weiß ich, wie sich meine Kunden fühlen, wenn ich sie bei Slam Ball oder Battle Ropes anfeuere, man hört sein eigenes Blut rauschen und denkt sich nur so „…. Mensch, siehst du nicht, dass ich gerade dem Tod haarscharf von der Messerkante gesprungen bin?“ 

In mir ratterte alles durch, ich versuche mal zu rekonstruieren:

…wie lange kann ich noch so weiterlaufen? Ich glaub ich muss kotzen. Wo könnte ich Hinkotzen? Oh Gott ich muss kotzen. Ich muss auch aufs Klo. Durst hab ich auch. Ich hab es eh weit geschafft, aber jetzt noch schneller? Leck mich…

Was?!? 3. Platz? Das wäre schon geil. Oh ich sehe schon den Pokal und mich gleich auf der Bühne.. woher nehmen ich die letzte Kraft? Rosinenbrötchen sind schon verdaut und alle lokalen Kohlenhydratspeicher leer… verdammt.

 

Moment: 70KG Kniebeugen müssen doch einen Übertrag haben… das muss doch gut für irgendwas gewesen sein!

EGAL! Wer 70KG mit 51KG Bodyweight Kniebeugen kann, der reißt sich gefälligst zusammen und wenn ich durch das Ziel krabbeln muss, ich will alles gegeben haben.

Das Problem dabei: bei 70KG Kniebeugen ist es nach einmal massiver Anstrengung vorbei. Hierbei ist einfach die Zeit das durchzuhalten mein größter Gegner.

Kurz vor den letzten Hindernissen hab ich einfach nur noch an meiner allerhöchsten Leistungsgrenze gekratzt, ich war massiv in irgendwelchen Energiebereitstellungssystemen meines Körpers, die dann dazu geführt haben dass ich

  1. Meine starke Gegnerin vor mir überholen konnte,
  2. der Preis aber war, dass ich mich übergeben musste
  3. Aber ich kam als 3. Frau und 25. von allen 300 Mitläufern ins Ziel.

 

Emotionen? seht es selbst: 

 

FAZIT

Ich weiß nicht, ob ich noch mal ein X-Cross Triathlon machen würde, also bestimmt nur in diesem Format mit Spaß, Matsch, Hindernissen und Freunden. Mein High Gefühl hielt mehrere Tage an. Alex und ich waren nach dem ersten Bier ziemlich gut drauf und haben unser Leben nicht begreifen können, was da gerade passiert ist. Einfach nur herrlich. Er 2. und ich 3. JAWOLL!

 

 

 

Danke Alex, ich wiederhole es noch mal, weil es so treffend ist: du schleifst mich nicht nur zum Tanzen auf irgendwelche Parties, sondern auch wörtlich durch den Dreck. 

Heute sind es 4 Wochen Post-OP, das heißt etwa 30 Tage nach meiner Brustvergrößerung. Jeden Morgen wache ich auf und überprüfe (mit einem leicht panischen Handgriff), ob noch alles da ist. ☺

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich es getan habe. Nicht, weil es sich komisch anfühlt oder 2 Fremdkörper in mir stecken, sondern weil ich mich jeden Tag auf´s Neue freue. Ich bereue keine einzige Sekunde, auch nicht die Kosten (die vielleicht höher ausgefallen sind, als bei anderen Chirurgen, aber dazu später mehr). Selbst die Narben machen mir nichts aus… Ich liebe sie seit dem ersten Tag und mich selbst damit ein bisschen mehr.

 

Welche Operationstechnik hat sie nun? Und wer war der Arzt?

Dr. Markus Handle l Janine heinrichs

Oki doki, nun zu ein paar Hard Facts zu meiner OP Technik und warum (um Himmels Willen) ich jetzt schon wieder mit ein bissi Kickbacks und Planks anfangen kann zu trainieren …

Wie schon erwähnt, habe ich keine übliche Brustvergrößerung (Implantat unter bzw. zwischen Muskel), welche tatsächlich noch die verbreitetste Technik ist, nein, ich habe eine Implantat + Eigenfett Camouflage, auf dem Muskel gewählt. Die Platzierung auf dem Brustmuskel hat übrigens nicht die Folge, dass das Resultat unnatürlicher aussieht, als darunter. Das musste ich auch erst mal verstehen. Laut Doktor Google und sämtliche andere Chirurgen, die auf ihren Websites für die „unter dem Muskel-Methode“ plädieren, käme eigentlich nichts anderes in Frage …

Jetzt mal etwas detaillierter

Ich wurde von Dr. Markus Handle, aus dem The Face Institut operiert. Er hat in Brasilien, der USA , Österreich und der Schweiz gearbeitet und vor einigen Jahren in Tirol und nun auch in Wien seine Ordination eröffnet. Zum Glück! Diese Brustvergrößerungstechnik stammt aus Brasilien und wird in Österreich – meines Wissens nach – von nur sehr wenigen Chirurgen durchgeführt. Dabei wird Eigenfett verwendet, um das Implantat im Dekolleté Bereich zu ummanteln. Das hat folgende Vorteile:

  • weniger Schmerzen als unter dem Brustmuskel (ich habe keine Schmerzmittel genommen)
  • kürzere Ausfallzeiten (ich hab einige Tage später schon wieder gearbeitet, das ist allerdings kein Maßstab und von mir aus sehr fahrlässig gewesen 🙁 )
  • geringeres Kapselbildungsrisiko (durch Polyurethan-Beschichtung und einer der modernsten Implantate weltweit)
  • optisch und haptisch sehr nah an einer natürlichen Brust
  • keine Beschädigung des Brustmuskels (Bewegungsradius und Kraft vom Brustmuskel bleibt erhalten)
  • dezente Narben, aufgrund spezieller Einlegetechnik

Last but maybe most important: Für schlanke Frauen, oder Frauen, die sehr wenig Brust von Natur aus haben, die ideale Technik einen weichen Übergang im Dekolleté zu schaffen.

Vor der OP:

Sind sämtliche ärztliche Untersuchungen notwendig, wie Ultraschall, Narkosetauglichkeit und großes Blutbild. Natürlich werden auch ausgiebig Implantatsgrößen getestet (3D Simulationen anhand Messungen erstellt und besprochen) und alle möglichen Fragen zur OP, und der Zeit danach, beantwortet. Die Anästhesistin hat mich ein paar Tage vorher angerufen und wir sind ausführlich den Narkosebogen durchgegangen – Hinweis: 3 Tage davor darf man keinen Alkohol trinken, damit das Blut nicht zu dünnflüssig ist und man gut erholt ist.

Ein Tag vorher wurde ich von der Ordination angerufen und man hat sich erkundigt, ob es mir gut geht und ich mich gesund fühle – Find ich super, denn sollte ich kränkeln, ist eine OP selbstverständlich sehr  belastend und damit der Heilungsprozess nicht optimal.

Ich bin echt kein Schisser!

Bis zum Abend vor der OP stand ich dem ganzen ziemlich cool gegenüber und hatte kaum Zeit Aufregung und Angst zu entwickeln. Aber 12 Stunden vorher, wenn du ab 21 Uhr nüchtern bleiben musst, hab ich mir das erste Mal gedacht: „Ok, Janine, es ist soweit, Morgen um diese Zeit bist du um 1 Körbchengröße „schwerer“.  Was ist, wenn ich nicht mehr aufwache? Was ist, wenn mein Körper sich wehrt, ich höllische Schmerzen habe und ich sie wieder rausoperieren lassen muss? Voll traurig ..☹ Was ist, wenn es richtig furchtbar aussieht und ich plötzlich wie Pami daher stolziere??“

Manche Gedanken sind natürlich begründet, manche sind einfach Hirngespinst. Wichtig: Nicht alleine sein und viel reden. Da kann man rational schon mal Einiges ausschließen. Glücklicherweise hat meine Freundin Vanessa bei mir übernachtet und meine Gefühlsausbrüche ausgehalten sowie mich bestens mental vorbereitet.

Vertrauen in sein näheres Umfeld ist alles.

Am Morgen der OP:

Ich bin also um 06:00 Uhr in die Praxis gebust (mein Wort, wenn man mit dem Bus fährt). Alle (Anästhesistin, OP Schwestern und natürlich Dr. Handle) waren schon in vollen OP-Vorbereitungen. Ich wurde ausgiebig angemalt, also wo die Schnitte sein werden usw. und bekam Stützstrümpfe angezogen – nice kenn das nur andersrum :-). Den kurzen Moment hab ich genutzt um nochmal zu erklären, wie ich gerne die Brüste hätte und, ganz wichtig, was mir überhaupt nicht gefallen würde. Dr. Handle hat mir sehr emphatisch zugehört und mir versichert, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Dem konnte ich letztlich nichts mehr hinzufügen, denn eigentlich wollte ich eh nur hören, dass alles gut gehen wird.

So, ich war angekritzelt, hatte sexy weiße Stützstrümpfe an

…Und war ready, mental und körperlich. Lustigerweise wollte ich dann auch so schnell wie möglich operiert werden.

Was in dem OP Saal abgegangen ist, kann ich leider nicht wiedergeben. Ich weiß nur noch, dass ich auf einer warmen Liege gelegen bin und ich bunt erzählt habe, dass ich mir ja neue BH´s kaufen muss, denn mir wird bestimmt keiner mehr passen. Juhuuu!! Ich war gerade dabei zu erzählen, welche Farben und Formen ich mir zulegen werde, da wurde auch schon alles herrlich warm, weich und schwer und ich bin friedlich eingeschlummmmmmmert. Hoffentlich hab ich nicht gesabbert.

Man kann nicht genügend Vorher-Nachher Bilder machen

Ja, ich habe Vorher-Nachher Bilder gemacht, aber jetzt, nach der OP, wünschte ich, ich hätte ein paar mehr gemacht ☺ Aus allen Richtungen und Blickwinkeln, mit verschiedenen Bikinis/ BH´s und Positionen. Zu spät. Bye Bye Baby Boobs… 

Nach der OP:

Ich bin aufgewacht und habe (angeblich, ich weiß es auch nicht mehr) gleich da weiter erzählt, wo ich aufgehört habe, außerdem hab ich von Pony´s und BH´s geträumt und war fast ein bisschen sauer, dass ich nicht länger schlafen durfte.

Ich wurde gebeten, dass ich aufstehen soll und ins Aufwachzimmer gehen soll- aber jetzt haltet Euch fest: In GROSSEN Schritten. Für mich Fitnessfreak hieß das ganz klar:  SCHÖNE AUSFALLSCHRITTE und ich hab angeblich diskutiert, warum ich keine Ausfallschritte machen sollte, obwohl ich die ja fast täglich mache (welche Empörung!). Als ich die ersten Schritte getan habe, wusste ich auch warum das keine gute Idee von mir gewesen war. Ich wollte wirklich große Schritte machen, aber es ging nicht und ich hab mich gleich lauthals beschwert, warum man mir denn bloß die Adduktoren entfernt hatte!!!

Ich hatte den schlimmsten, nein, aller-allerschlimmsten Muskelkater in den Beinen, den ich je verzeichnet hatte. Das kam, fand ich schnell raus, von der Fettabsaugung. Meine armen Brüste hab ich eigentlich erst etwas später als zwei riesen steinharte Hügel wahrgenommen (war eher beschäftigt, ob wirklich noch alle Adduktoren da waren). Schmerzen hatte ich keine, nur die Haut hat wahnsinnig gespannt und ich war halt noch benebelt von der OP und nur sehr bedingt aufnahmefähig.

Ca. 2 Stunden nach der Operation später bin ich mit Busen-Freundin Vanessa (hahah sorry das musste sein) nach Hause gebust.

Kleinigkeiten und vielleicht wichtige Fragen:

  • Nein, ich habe keine Schmerzmittel genommen, manche Morning-after-Kater sind schlimmer
  • Beine taten mehr weh als der Busen (sahen aus als wäre ein Auto drüber gefahren, lila und blau später grün und gelb)
  • Ja, man kann problemlos alleine auf´s WC
  • Nein, duschen ohne Hilfe geht nicht (allein fürs Ausziehen, braucht frau auch 2 Wochen später noch etwas Assistenz)
  • Elektrische Zahnbürste ist ein Traum
  • 1 Tag nicht duschen, danach kein Thema (erträglich)
  • Stütz-BH ca. 2 Wochen Tag und Nacht tragen (mhmm muss halt sein)
  • Nach 2 Wochen nur noch nachts (welche Wohltat!)
  • 2 Wochen Rückenschlafen (man gewöhnt sich schnell daran, geht auch gar nicht seitlich oder ähnliches, denn es tut weh)
  • Greif-und Erschütterungsempfindlich (Bus fahren, schnell gehen, versehentliches Anstoßen sind bis heute noch unangenehm)
  • Fäden ziehen nach 2 Wochen
  • Ja, meine Fett-Problemzonen sind jetzt zum kleinen Teil im Busen (praktisch)

 

Ich habe sie ab dem ersten Moment geliebt.

Janine Heinrichs l look good naked l auf dem brustmuskel

Sie waren geschwollen, taten etwas weh, ich hatte Schlafmangel wegen Rückenlage-schlafen und waren in der Form und Größe eigentlich nicht mein Wunschbusen, aber das war mir egal. Ich hab sie geliebt, trotz blauer Flecken, Pflaster und Tape, fand ich sie wundervoll!

Am Ende des Tages geht es immer um ein Gefühl. Mir war bewusst, dass es dauern würde, bis sie die endgültige Form bekämen. Aber ich hatte viel Vertrauen in Dr. Handles Werk und, dass das Endergebnis mir gefallen wird, sodass ich sie ab der ersten Sekunde bedingungslos geliebt habe.  Und das ist, glaub ich, ganz wichtig. Positiv denken beeinflusst  in gewisser Weise Körper und Seele. Außerdem habe ich mir das ja selber angetan, ich stand also 100% dahinter.

Ab der 2. Woche ging die Schwellung und Härte jeden Tag ein bisschen mehr zurück und die endgültige Form kommt langsam durch. 

Ja, und welche Größe hat sie nun?

Da ich Dr. Handle die Größenwahl überlassen habe, wusste ich nur den Rahmen in dem wir uns bewegen würden. Eigentlich wollte ich es auch nicht zu 100% wissen, damit ich mich nicht irgendwann ärgere, dass ich nicht größer/kleiner gegangen bin. Doch dann hab ich es ausversehen erfahren (hab so getan als würde ich im Aufwachraum schlafen haha… selber schuld) es sind 225ml.  

Aber: Dazu kommt noch das Eigenfett, welches allerdings nur zu +/- 70% anwächst, daher kann man es nicht sagen. PLUS: Bei jeder Frau sehen 225ml auch anders aus, Ausgangsform und eigenes Brustvolumen beeinflussen recht viel.

 

Ich kann euch eines von Brust zur Brust sagen

Frau und Mann gewöhnen sich ziemlich schnell an die neue Körbchengröße. Ich würde jeder raten, die Größe nicht zu konservativ zu wählen ☺ Wirklich!

Und wie sehen die Narben aus?

Die Narben sind deutlich kleiner als gedacht, ich dachte man säbelt die halbe Brust auf, und dann im Dracula-Kreuzstich zu. Tatsächlich hab ich seitlich einen 40 mm langen Schnitt, der bitte, bitte hoffentlich gut verheilt und wenig sichtbar bleibt. Derweil ist der Heilungsprozess bei beiden Narben etwas unterschiedlich verlaufen, was aber angeblich ganz normal ist … Oben ohne am Strand, wird dennoch wahrscheinlich nicht ganz unerkannt gehen, aber das mache ich nicht zu meinem Problem ☺ ganz einfach.


Wichtig!

Ich hoffe ich konnte einigen Frauen mit diesem, doch recht persönlichen Beitrag, ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Sei es zur Vorbereitung, OP-Techniken oder die etwas unangenehmen Tage danach. Meine Erfahrung ist absolut kein Maßstab und sollte nicht für die Allgemeinheit gelten. Eine Brust-OP bleibt ein Risiko und ein Eingriff, körperlich und mental. Sie ersetzt keine Therapie in psychischen Störungen oder Bereichen wie schwerwiegende Minderwertigkeitskomplexen, Depressionen usw. Es ist keine Entscheidung, die man einfach über Nacht trifft und wenn es einem nicht gefällt, wieder rückgängig gemacht werden kann. Sie bedarf einiger aufwendiger Vorbereitungen, sei es das Sparen für die OP-Kosten.

Bei Fragen oder für Feedback einfach kommentieren oder mich persönlich kontaktieren! Ich freue mich über Reaktionen.

Viele Grüße von den Mamacitas,

Eure Janine

„Ich muss dir was sagen… ich plane eine Brustvergrößerung.“

Diese Worte habe ich vor ein paar Wochen das erste Mal unter Freunden und Familie ausgesprochen. Das war nicht einfach. Auch dieser Blogeintrag fällt mir nicht leicht, die Reaktion ist sicherlich genauso gemischt wie die meiner engsten Freunde.

„Warum tut sie das – auch noch öffentlich? Hat sie keine Privatsphäre?!“ – Ganz einfach: Ich werde es nicht verstecken können UND ich denke, dass das Thema Brustvergrößerung in den meisten Köpfen noch viel Erklärungsbedarf hat. Es herrschen viele kontroverse Meinungen und oftmals ein schlechtes Bild darüber. Klar, „gut gemachte Brüste“ bekommen halt weniger mediale Aufmerksamkeit. Dabei kann ein Eingriff eine deutliche Verbesserung der Ästhetik darstellen. Wer beim richtigen Arzt ist hat die Chance, das Ergebnis so natürlich zu gestalten, dass es fremden Personen erst gar nicht auffällt.

Klarstellung: Es ist für mich absolut ok, wenn jemand auf ein pralles Dekolleté abfährt (egal ob Männlein oder Weiblein), aber wer sich einen natürlich-aussehenden, weichen, aber trotzdem volleren Busen wünscht, hat es durchaus schwerer. Vorgegebene Brustform, Arztwahl, Implantatswahl und Operationstechniken spielen eine riesige Rolle. Wenn eins für mich klar war, dann dass ich bei diesem Eingriff, bei diesen Kosten und dieser Veränderung, keine schlechten Kompromisse eingehen will.

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„Vielleicht bin ich ja irroperabel (mein Wort für nicht operierbar), dann wäre die Sache gegessen“

 Noch bevor ich mich zu diesen Worten bekannt habe, habe ich vor ca. einem Jahr ein Vorgespräch mit einem Arzt gehabt. Ich wollte mich einfach nur mal so der Illusion hingeben… vielleicht, wer weiß, wäre es ja unmöglich gewesen mich zu operieren. Oder vielleicht hätte er mir gesagt, dass ich mein „Wunschbusen“ eh nie erreichen würde. Dann wäre das ok gewesen, dann hätte ich für ein und alle mal für mich abgeschlossen, dass es möglich sei den Busen zu haben den ich mir für mich wünsche. Glücklicherweise war das nicht der Fall: Ich bin operabel. Hurrrraa!

„Wart´s ab, wenn du 20 bist, dann wächst der Busen erst richtig“

Ich bin ganz ehrlich. Seit dem ich 16 bin, hab ich mir vorgenommen, dass wenn mir meine Brüste mit Mitte 20 nicht gefallen, ich nachhelfen werde. Sturkopf eben… Mit ca. 14 Jahren, als es damals mit dem „wachsen“ anfing, hieß es, ich bekomme ein Busen wie Oma oder meine Mutter, ich brauch nur warten bis ich älter bin. Super, ich muss nur warten. Ich wartete…mit 16 Jahren hieß es, wenn ich 20 bin, mit 20 Jahren, wenn ich 25 bin und dann wurde die Grenze des „Brustwachstums“ auf das Gewicht bezogen, also mit 50 KG geht’s dann richtig los, später dann mit 55 KG, weil- eh klar, mit Untergewicht wächst die Brust einfach nicht… blablabla Nein. NOT. Fail.

An alle, die mir Hoffnung machen wollten: Das war sehr lieb von Euch… Aber ich warte jetzt nicht auch noch bis zu meiner ersten Schwangerschaft. Ich bin nicht dafür vorgesehen, einen vollen Busen zu haben, da helfen keine 2 KG mehr, sondern vielleicht 10KG, aber das ist für mich eben keine Option. Eine Brustvergrößerung ist in meinem Falle zeitlos, es gäbe nie den perfekten Moment.

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„Wir sind unsere eigenen größten Kritiker, aber wir sollten auch unsere stärksten Supporter sein“.

Wenn ich einen schönen Bikini anziehe oder ein Kleid, sogar nur einen Pulli, dann ist das Erste was ich denke: Fülle ich es oben rum aus, fällt der Stoff auch gut? Kann ich es tragen?

Wer jetzt denkt, dass das überhaupt nicht an mir auffällt, dem muss ich die bittere Wahrheit sagen: Ich trage natürlich nur die ausgewählte Kleidung, wo es einigermaßen geht. Ich hab jetzt 54KG Bodyweight und ein Körperfett von ca. 18%, ich plane in etwa so zu bleiben. Ich hab in den letzten Jahren 7 KG Muskelmasse aufgebaut, das sind 8% meiner damaligen Körpermasse und nach dem ich viel Arbeit in meine Gesundheit und Körper stecke, möchte ich den letzten und vielleicht größten Schritt in meiner Entwicklung tun: Eine Brustvergrößerung.

Ja, ich bin in dieser Hinsicht perfektionistisch – sehr sogar, und dass ohne schlechtes Gewissen. Aber sind wir das nicht alle? Wollen wir nicht alle das Beste aus uns machen? Eitel zu sein und sich wohlfühlen zu wollen sind wichtige Energien, die uns täglich antreiben und uns zu Fortschritt ankurbeln.

Ich weiß, dass mir manche Menschen vorwerfen werden, dass ich dankbar sein soll leben zu dürfen, gesund zu sein und dass ich das nicht nötig hätte, ich mein Geld für Wichtigeres ausgeben könnte.

Mal ehrlich: Jeden Tag Make-Up, 1x die Woche Nägel, alle 3 Monate zum Frisör. Jeder hat seine persönlichen Beauty-Rituale um sich wohler zu fühlen. Das ist ok, ich finde es sogar gut. Wir sehen doch alle gerne schöne Menschen 🙂 Schön ist, wer sich schön fühlt. Vor allem die Ausstrahlung beeinflusst viel.

„Die Entscheidung für sich im Kopf zu leben hilft“

Nach ca. einem Jahr, vielen Rückfragen und Höhen & Tiefen in meiner Entscheidungsfindung (das Wichtigste natürlich: welche Implantatsform- & Größe nehme ich?), hab ich den nächsten freie OP-Termin für mich gebucht. Davor habe ich aber etwa einen Monat lang die Entscheidung für eine OP quasi für mich selbst getroffen und damit mal „Probe gelebt“.

Ich hab mir immer vorgestellt, wie es wäre und in mich hinein gehorcht, wie es mir damit geht und wie ich damit in der Öffentlichkeit umgehen würde… Das mache ich übrigens bei allen größen Investitionen… (Materiellen Sachen versteht sich. Bei Andreas Buchalla war dieser Instinkt ausgeschaltet :-)) Ich hab davon geträumt und viel mit Freunden gesprochen, sehr viel sogar. Ich hab mir viele Ergebnisse angeschaut, unglaublich viele – schlechte und gute. Und dann wusste ich es einfach, dass ich es will. 🙂

„Ich weiß was ich nicht will, weil ich nicht wusste, was möglich ist“ oder anders gesagt: „Ohne guten Arzt, kein gutes Ergebnis“

Zugegeben, ich hab auch einen ausgezeichneten Plastischen Chirurgen an meiner Brust (oder Seite, wie auch immer). Ich habe ihm so weit vertraut, dass ich ihm sogar die Wahl der Implantatsgröße überlassen habe. Er hat mir nicht nur viel zu gehört und meinen Schwall an Bildern analysiert (übrigens überwiegend von Brüsten, die ich für mich nicht passend finde) Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz war, es hat mir aber geholfen. Er hat außerdem sehr hohe Kompetenz und Einfühlungsvermögen und beherrscht Brustvergrößerungs-Techniken, die gerade für schlanke Frauen bedeutend sind. Hätte er meinen Wunsch mit seiner Methode abgelehnt, wäre für mich damit auch mein Traum ins Wasser gefallen.

Der OP-Termin war bereits vor 2 Wochen. Die nächsten Tage kommt ein weiteres Update zu der Operation und wie es mir heute geht 🙂

Ich grüße ganz lieb alle Brüste draußen, klein und groß, rund und Tropfenförmig (auch haarige Männerbrüste).

Janine