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„Ich muss dir was sagen… ich plane eine Brustvergrößerung.“

Diese Worte habe ich vor ein paar Wochen das erste Mal unter Freunden und Familie ausgesprochen. Das war nicht einfach. Auch dieser Blogeintrag fällt mir nicht leicht, die Reaktion ist sicherlich genauso gemischt wie die meiner engsten Freunde.

„Warum tut sie das – auch noch öffentlich? Hat sie keine Privatsphäre?!“ – Ganz einfach: Ich werde es nicht verstecken können UND ich denke, dass das Thema Brustvergrößerung in den meisten Köpfen noch viel Erklärungsbedarf hat. Es herrschen viele kontroverse Meinungen und oftmals ein schlechtes Bild darüber. Klar, „gut gemachte Brüste“ bekommen halt weniger mediale Aufmerksamkeit. Dabei kann ein Eingriff eine deutliche Verbesserung der Ästhetik darstellen. Wer beim richtigen Arzt ist hat die Chance, das Ergebnis so natürlich zu gestalten, dass es fremden Personen erst gar nicht auffällt.

Klarstellung: Es ist für mich absolut ok, wenn jemand auf ein pralles Dekolleté abfährt (egal ob Männlein oder Weiblein), aber wer sich einen natürlich-aussehenden, weichen, aber trotzdem volleren Busen wünscht, hat es durchaus schwerer. Vorgegebene Brustform, Arztwahl, Implantatswahl und Operationstechniken spielen eine riesige Rolle. Wenn eins für mich klar war, dann dass ich bei diesem Eingriff, bei diesen Kosten und dieser Veränderung, keine schlechten Kompromisse eingehen will.

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„Vielleicht bin ich ja irroperabel (mein Wort für nicht operierbar), dann wäre die Sache gegessen“

 Noch bevor ich mich zu diesen Worten bekannt habe, habe ich vor ca. einem Jahr ein Vorgespräch mit einem Arzt gehabt. Ich wollte mich einfach nur mal so der Illusion hingeben… vielleicht, wer weiß, wäre es ja unmöglich gewesen mich zu operieren. Oder vielleicht hätte er mir gesagt, dass ich mein „Wunschbusen“ eh nie erreichen würde. Dann wäre das ok gewesen, dann hätte ich für ein und alle mal für mich abgeschlossen, dass es möglich sei den Busen zu haben den ich mir für mich wünsche. Glücklicherweise war das nicht der Fall: Ich bin operabel. Hurrrraa!

„Wart´s ab, wenn du 20 bist, dann wächst der Busen erst richtig“

Ich bin ganz ehrlich. Seit dem ich 16 bin, hab ich mir vorgenommen, dass wenn mir meine Brüste mit Mitte 20 nicht gefallen, ich nachhelfen werde. Sturkopf eben… Mit ca. 14 Jahren, als es damals mit dem „wachsen“ anfing, hieß es, ich bekomme ein Busen wie Oma oder meine Mutter, ich brauch nur warten bis ich älter bin. Super, ich muss nur warten. Ich wartete…mit 16 Jahren hieß es, wenn ich 20 bin, mit 20 Jahren, wenn ich 25 bin und dann wurde die Grenze des „Brustwachstums“ auf das Gewicht bezogen, also mit 50 KG geht’s dann richtig los, später dann mit 55 KG, weil- eh klar, mit Untergewicht wächst die Brust einfach nicht… blablabla Nein. NOT. Fail.

An alle, die mir Hoffnung machen wollten: Das war sehr lieb von Euch… Aber ich warte jetzt nicht auch noch bis zu meiner ersten Schwangerschaft. Ich bin nicht dafür vorgesehen, einen vollen Busen zu haben, da helfen keine 2 KG mehr, sondern vielleicht 10KG, aber das ist für mich eben keine Option. Eine Brustvergrößerung ist in meinem Falle zeitlos, es gäbe nie den perfekten Moment.

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„Wir sind unsere eigenen größten Kritiker, aber wir sollten auch unsere stärksten Supporter sein“.

Wenn ich einen schönen Bikini anziehe oder ein Kleid, sogar nur einen Pulli, dann ist das Erste was ich denke: Fülle ich es oben rum aus, fällt der Stoff auch gut? Kann ich es tragen?

Wer jetzt denkt, dass das überhaupt nicht an mir auffällt, dem muss ich die bittere Wahrheit sagen: Ich trage natürlich nur die ausgewählte Kleidung, wo es einigermaßen geht. Ich hab jetzt 54KG Bodyweight und ein Körperfett von ca. 18%, ich plane in etwa so zu bleiben. Ich hab in den letzten Jahren 7 KG Muskelmasse aufgebaut, das sind 8% meiner damaligen Körpermasse und nach dem ich viel Arbeit in meine Gesundheit und Körper stecke, möchte ich den letzten und vielleicht größten Schritt in meiner Entwicklung tun: Eine Brustvergrößerung.

Ja, ich bin in dieser Hinsicht perfektionistisch – sehr sogar, und dass ohne schlechtes Gewissen. Aber sind wir das nicht alle? Wollen wir nicht alle das Beste aus uns machen? Eitel zu sein und sich wohlfühlen zu wollen sind wichtige Energien, die uns täglich antreiben und uns zu Fortschritt ankurbeln.

Ich weiß, dass mir manche Menschen vorwerfen werden, dass ich dankbar sein soll leben zu dürfen, gesund zu sein und dass ich das nicht nötig hätte, ich mein Geld für Wichtigeres ausgeben könnte.

Mal ehrlich: Jeden Tag Make-Up, 1x die Woche Nägel, alle 3 Monate zum Frisör. Jeder hat seine persönlichen Beauty-Rituale um sich wohler zu fühlen. Das ist ok, ich finde es sogar gut. Wir sehen doch alle gerne schöne Menschen 🙂 Schön ist, wer sich schön fühlt. Vor allem die Ausstrahlung beeinflusst viel.

„Die Entscheidung für sich im Kopf zu leben hilft“

Nach ca. einem Jahr, vielen Rückfragen und Höhen & Tiefen in meiner Entscheidungsfindung (das Wichtigste natürlich: welche Implantatsform- & Größe nehme ich?), hab ich den nächsten freie OP-Termin für mich gebucht. Davor habe ich aber etwa einen Monat lang die Entscheidung für eine OP quasi für mich selbst getroffen und damit mal „Probe gelebt“.

Ich hab mir immer vorgestellt, wie es wäre und in mich hinein gehorcht, wie es mir damit geht und wie ich damit in der Öffentlichkeit umgehen würde… Das mache ich übrigens bei allen größen Investitionen… (Materiellen Sachen versteht sich. Bei Andreas Buchalla war dieser Instinkt ausgeschaltet :-)) Ich hab davon geträumt und viel mit Freunden gesprochen, sehr viel sogar. Ich hab mir viele Ergebnisse angeschaut, unglaublich viele – schlechte und gute. Und dann wusste ich es einfach, dass ich es will. 🙂

„Ich weiß was ich nicht will, weil ich nicht wusste, was möglich ist“ oder anders gesagt: „Ohne guten Arzt, kein gutes Ergebnis“

Zugegeben, ich hab auch einen ausgezeichneten Plastischen Chirurgen an meiner Brust (oder Seite, wie auch immer). Ich habe ihm so weit vertraut, dass ich ihm sogar die Wahl der Implantatsgröße überlassen habe. Er hat mir nicht nur viel zu gehört und meinen Schwall an Bildern analysiert (übrigens überwiegend von Brüsten, die ich für mich nicht passend finde) Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz war, es hat mir aber geholfen. Er hat außerdem sehr hohe Kompetenz und Einfühlungsvermögen und beherrscht Brustvergrößerungs-Techniken, die gerade für schlanke Frauen bedeutend sind. Hätte er meinen Wunsch mit seiner Methode abgelehnt, wäre für mich damit auch mein Traum ins Wasser gefallen.

Der OP-Termin war bereits vor 2 Wochen. Die nächsten Tage kommt ein weiteres Update zu der Operation und wie es mir heute geht 🙂

Ich grüße ganz lieb alle Brüste draußen, klein und groß, rund und Tropfenförmig (auch haarige Männerbrüste).

Janine